Persönliche Top Ten: Serien 2018

1. Stranger things I
2. Stranger things II
3. Game of thrones VII
4. Spuk in Hill House
5. The OA
6. American Horror Story II
7. Prison Break I
8. American Horror Story I
9. The Walking Dead VIII
10. Glitch I

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Persönliche Top Ten: Literatur 2018

1. Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore. Bd. 1. Eine Idee erscheint
2. Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore. Bd. 2. Eine Methapher wandelt sicht
3. Erich Maria Remarque: Zeit zu leben und Zeit zu sterben
4. David Foster Wallace: Unendlicher Spaß
5. Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
6. Haruki Murakami: Afterdark
7. T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung
8. Philip K. Dick: Blade Runner
9. T.C. Boyle: Die Terranauten
10. Kazuo Ishiguro: Der begrabene Riese

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Herbststill senken sich die Sterne…

Herbststill
senken sich
die Sterne…

schwer
von Mond
und Kuss
und Nacht…

über
Träume –
ungeträumt…

Einmal
werden wir
singen…

die
Angst
der Nächte…
überstehen…

Unter
den Lidern
der Trauer
schläft
sanft die
Ewigkeit…

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Mondnachtzauber

Sanfter Hauch
aus Glanz und Glück –
silbern-stiller
Sternenregen

Mondnachtzauber
Sehnsuchtssegen
Wonnennebel
silbern-stiller
Sternenregen

blütensanft und
sehnsuchtsschwer…
ertrinkt das Leid
im Sternenmeer

Du und ich
im Sehnsuchtsnebel –
Mondnachtzauber….
Sternenregen

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Mondblütenlächeln

Blühende
schöne Nacht
singender Atem
dir liebend
hingeneigt
so sanft

silbern
wie still
der See
gleiten die
Küsse über dein
Mondblütenlächeln

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Was ist das wirkliche Leben?

Vier freie Tage. Das Hamsterrad steht still – für einen Augenblick.
Seit Februar führe ich ein völlig anderes Leben. Neue Arbeit. Umzug. Großstadt. Organisation. Entscheidungen. Verantwortung. Stress. Das Leben, ein Schreiten von Aktion zu Aktion. Ein Sich Verbrauchen und Verbrennen im Augenblick. Bin gefordert. Druck. Leistung. Ich versuche mein bestes.
Das alte Leben in Bozen. Nur mehr Erinnerung. Eine Arbeit, schlecht bezahlt, aber, die sich meinen Bedürfnissen anpasste. Ohne Stress. Aber auch ohne Zukunft. Ein totes Pferd, das ich so lange geritten bin, wie es nur irgend ging.
Nun ist die Arbeit gut bezahlt. Und ich muss eine teurere Wohnung unterhalten. Ich folge den Forderungen. Will mich einfinden. Mich anpassen. Teil werden. Dazugehören. Mich nicht als Fremdkörper empfinden. Kein Platz für Depression. Für Schlafstörungen. Für moderate, melancholische Schuebe. Für Sich-Infragestellen. Erfüllen der Funktion ist oberstes Gebot. Aufgehen in Funktion. Vollkommene Verschmelzung mit der Alltagsvariante meiner Selbst. Auf die ich gerne amüsiert herunterblicke, weil sie doch nur notwendiger Schein ist. Nicht mein Eigentliches. Die tieferliegenden, intellektuellen und entwicklungspsychologisch relevanten Aspekte meiner Persönlichkeit liegen brach. Ich bin ein anderer. Einer derjenigen, der ich nie sein wollte.

„Das wahre Leben findet statt, wenn wir allein sind, denken, fühlen, verloren in Erinnerungen, traeumerisch unserer selbst bewusst, in submikroskopischen Momenten“, schreibt Don De Lillo in einem seiner Romane.
Raum für Kontemplation. Hineinhoeren. Produktive Langeweile. Spüren, dass man Seele ist. Nacht, mein stiller Gefährte, ich vermisse dich. Geborgen. Umschlungen von Sein. Von Existenz berauscht.
Was ich wohl fühlen würde, wenn ich fühlen würde?

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Nacht dich zu missen

Nacht –
dich zu
missen

so viele
Sterne
wie Tränen
schwer

wandelnd
am Rand
purpurner
Heiterkeit

trauerschöne
Nacht

im Dunkel
blutet dein
Schweigen

noch
einmal
an deinen
Wurzeln
atme ich
still den
Mond

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