Nacht dich zu missen

Nacht –
dich zu
missen

so viele
Sterne
wie Tränen
schwer

wandelnd
am Rand
purpurner
Heiterkeit

trauerschöne
Nacht

im Dunkel
blutet dein
Schweigen

noch
einmal
an deinen
Wurzeln
atme ich
still den
Mond

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5 Antworten zu Nacht dich zu missen

  1. Ariana schreibt:

    Wunderschön und ergreifend…

    Gefällt 1 Person

  2. fifteenfeet schreibt:

    So traurig…
    Ob die Geliebte wohl um diese Zeilen weiß…
    Manchmal finden die Herzen auch einfach nicht zueinander. Klingt, als erahntest du das.

    Ach man, ich wünsche dir so sehr eine Liebe ohne (dieses) Leiden. Vielleicht ist dir die sog. „Richtige“ nur noch nicht begegnet.
    Ich weiß nicht, was man dir mehr wünschen soll: dass sie dir bald begegnet, oder dass du diese unerfüllte loslassen kannst – auch wenn uns solche Zeilen dann nicht mehr bewegen würden.

    wuhhh…. so schön geschrieben!

    Gefällt 1 Person

    • purpurtraum schreibt:

      Lieben Dank für deinen Kommentar!
      Zum Verständnis des Gedichts möchte ich anmerken: das lyrische Ich spricht hier direkt die Nacht an. Es wird die Nacht vermisst. Die Nacht ist hier Sinnbild für das Dionysisch-Chaotische, vor allem auch für das Schreiben von Gedichten selbst, für das seinen Impulsen folgen dürfen. Denn die Nacht war immer Öffnung für mich, wo ich sein konnte. Der Tag ist beherrscht von Verpflichtung, Alltag – dem Dienen fremder Herren…
      Mit der neuen Arbeit werde ich viel nicht mehr können. So ist das Gedicht in erster Linie ein Abschiednehmen von meiner Freiheit… so eröffnen sich vielleicht neue Aspekte in den Zeilen, jenseits der „Liebesproblematik“ ;o)
      Liebe Grüße!

      Gefällt mir

    • fifteenfeet schreibt:

      oder so… 🙂

      Aber warum soll es ein Abschiednehmen von Freiheit sein? Es wird weiterhin Nächte geben…

      Selbst wenn es anders wird, muss es deshalb nicht schlechter sein.
      Wer weiß… vielleicht meldet sich bald ein ganz neues Freiheitsgefühl.

      Große Veränderungen im Leben verursachen immer ein wenig Bauchweh, gell…..

      Schön, dass du uns (mit so feinfühligen Worten) teilhaben lässt. Danke dafür.

      Gefällt 1 Person

  3. lyriost schreibt:

    Der Abend der Nacht

    Die Stadt erbrummt
    die Sterne gehen schlafen
    nur einer hält noch Wacht
    ex oriente lux
    vorm Frühstück Aufruhr
    im Amselkindergarten
    Plapp-plapp Gefiederschütteln
    Zitternd gähnen die Würmer

    Gefällt 1 Person

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