Fragmente der Nacht

I
Klang der Stille
wiege meine Seele
schwerelos und rein
durch den Zauber
der Nacht

II
Noch atmet Sehnsucht
in der Dämmerung
meines Herzens

III
Sehnsucht ist ein Feuer
das den Geist versengt

IV
Ein weinender See
im Regen

V
Ich begleite mein Leben,
als wäre es das Leben
eines Anderen

VI
Dürre des Geistes,
wenn nichts bleibt,
nur mehr Fragmente
wie Trümmer über mir
und ich darunter

VII
Warum noch Worte?
Ausdruck von Stagnation,
Dokumentation des Scheiterns

VIII
Das Gedicht als Klangbild
des Seelischen –
Notwehr der Seele
gegen die Dominanz
des Analytischen,
Rebellion gegen die
Last des Intellekts

IX
Was bleibt ist Empfindung,
in der Verkleidung
des Wortes

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