Dunkles Tuch der Nacht

Dunkles Tuch der Nacht,
hüll‘ mich ein mit Raum
und Stern

Benetz‘ mit Glanz
die kalten Seen,
mach‘ schweigen Wald
und Felder

Streu‘ Mohn mir
auf die Stirn,
küss‘ weg den Herbst
vergangener Blüte

Und wiege mich in
Schlaf und Traum,
bis Sehnen
in die Stille
fließt

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7 Antworten zu Dunkles Tuch der Nacht

  1. hannahbuchholz schreibt:

    Schöne, sanfte, leise Worte…
    Man könnte vielleicht sagen, das lyrische ich vertraut sich der Nacht an…
    Und es ist immer gut, mit der Nacht vertraut zu sein und der Weisheit der Nacht zu vertrauen…

    Gefällt 1 Person

  2. hannahbuchholz schreibt:

    … schließlich liegt und fliesst und sprudelt in der Nacht auch die eigene Inspirationsquelle…

    Jedenfalls ist dein Gedicht sehr schön, sehr sanft, sehr ruhig im Fluss…

    Lieben Gruß.

    Gefällt 1 Person

  3. hannahbuchholz schreibt:

    … nun hat mich dein Gedicht zu einigen Gedichten (Tankas) über die Nacht inspiriert…

    … oder genauer ausgedrückt: über das Vertrauen in die Nacht. – Ich hoffe, sie sind dir nicht zu nah dran an deinem Gedicht?
    Falls doch dann lass`es mich bitte wissen, dann könnte ich das ändern…!

    Herzliche Grüße,
    Hannah

    Gefällt 1 Person

    • purpurtraum schreibt:

      Es freut mich sehr, wenn dich meine Zeilen inspirieren konnten… Dein Ergebnis gefällt mir sehr gut: Eigentlich viel besser als meines. Immer wieder erstaunlich mit welcher (scheinbaren) Leichtigkeit dir die Zeilen zufließen… liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  4. hannahbuchholz schreibt:

    Oh, vielen Dank, ich freue mich sehr über deine Worte… !

    Ich selbst finde meine Gedichte nicht besser, nur anders…! Die Leichtigkeit kommt wohl daher, daß ich versuche, im Schreibfluß zu bleiben und daher seit 1 1/2 Jahren fast täglich schreibe…
    Allerdings fliessen auch nicht alle Gedichte leicht und frei (und sie klingen ja auch nicht alle leicht…; )

    Aber das wäre ja auch zu schön um wahr zu sein… ! ; )

    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

  5. fifteenfeet schreibt:

    Dein Gedicht ist einzigartig. Es klingt nach dir und das ist das wichtigste. Du bist oft…immer?…in Versuchung, dein Geschriebenes zu werten. Das brauchst du nicht, denn zum einen SIND deine Texte wunderschön, zum anderen ist es viel wichtiger, authentisch zu schreiben.

    Ich finde durchaus, dass ein Text, welcher Art auch immer, nicht von Leichtigkeit getragen sein muss, um schön zu zu sein. Auch Stolpern, Stocken oder Holprigkeit haben ihren Zauber, wenn man ihn sehen kann.
    Vielleicht fehlt dir die Leichtigkeit in deinen eigenen Worten derzeit nur deshalb, weil du sie in dir -noch- nicht spüren kannst.
    Ich finde dein Gedicht romantisch-melancholisch. Sehnend. Weich. Wunderschön eben.

    liebe Grüße

    Gefällt 2 Personen

    • purpurtraum schreibt:

      Danke dir sehr, liebe fifteenfeet. Schön, dass es dir gefällt.
      Muss dir auch recht geben. Es kann durchaus eine Stärke eines Gedichts sein, wenn es Kanten hat oder auch mal den Rhythmus radikal unterbricht. Da gibt es tolle Beispiele. Form und Inhalt sollten übereinstimmen.
      Und ja, nicht jedes Gedicht muss sich für einen selbst immer 100% gut anfühlen. Sonst würde man ja kaum noch etwas schreiben. Der Blog sollte ja gerade dafür da sein, auch Unfertiges zu präsentieren. Lieben Gruß!

      Gefällt 1 Person

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