Und sanft im Nachtglanze schwimmend

“Die Nacht steht empor dunkeläugig und weich, vom bleichen Sternenhimmel endlos überwölbt. Verschattet schläft der Talung Weidegrund. Ringsum ragen die Hänge gerundet und schwarz wie ruhende Riesenflügel. Wohltuend umspült vom Atem der Nacht geh ich still den Weiler entlang. Von den Büschen und Wiesen her eintönig und beharrlich der Grillen surrender Nachtgesang. Dazwischen der hohle Käuzchenruf vom Walde her. Vereinzelt noch an den schlummerstillen Gehöften ein müd schimmerndes Fenster, wie ein Wachen der Stille. Und sanft im Nachtglanze schwimmend ein grenzenloser Friede überall. Der hüllt auch meine Seele ein, dass sie selber Nachtglanz wird und träumender Weidegrund und Stille. – Mein Nachtgebet.”

(Aus: Carl Dallago: Das Buch der Unsicherheiten)

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