Angst

Es gibt diese Tage, von denen nichts bleibt als beschädigte Erinnerung. Ich versuche sie zu überstehen. Dann mache ich mich stumpf und klein, gleichsam wie sich ein Tier zusammenrollt bei Gefahr. Als könnte ich das Schicksal um das betrügen, was ihm zusteht an mir. Ein notdürftiger Schutz. Ich renne nicht an gegen die Gitterstäbe, weil ich weiß, sie lösen sich von alleine, irgendwann, meist schon bald… Doch bis dahin muss ich ausharren: In Watte gepackt, mental dezentriert, nah an wärmendem Feuer, verharre ich in der dumpfen Einöde kalt-bittrer Schwere…  während Schatten und Gespenster um das Haus schleichen… Ich will sie nicht wahrhaben… Es gibt diese Tage… und wenn es nur Tage sind, dann überstehe ich… Doch was wenn diesen Tagen neue Tage folgen, alle gleichbleibend in ihrer talgig-träg schmerzenden Behäbigkeit… Dann ist sie da… die Angst… vor dem Schmerz eines Lebens ohne Träume, ohne Begeisterung, ohne Begehren… und was noch übrig ist, beginnt zu rutschen… und mir fehlt die Kraft es aufzuhalten…

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