Traurigkeit

Das Leben ist ein Tanz zwischen Elend und dem Wunderbaren. Zwischen Schwere und Leichtigkeit. Zwischen Missklang und Harmonie. Wie immer bin ich irritiert wenn mir das Leben nur mehr grau und glanzlos erscheint. Wie eine dunkle Wolke fühle ich den Vorwurf  über mir, dass ich meine Lebenszeit vergeude, wenn ich dem Negativen der Gefühlswelt zu viel Beachtung schenke. Doch die Affekte sind da. Machen sich körperlich bemerkbar in Verkrampfung, Verspannung und Kopfschmerzen. Und ich kann sie nicht loslassen. Würde sie gerne abschütteln. Will sie loswerden, diesen ständigen inneren Monolog, dieses schweigende Jammern in mir, diesen Vorwurf an Welt und an mich selbst.

Das Grundmotiv der letzten Wochen ist Traurigkeit. Traurigkeit über den Verlust von Nähe, Vertrauen und Freundschaft. Es schmerzt, wenn ich darüber nachdenke. Also versuche ich darüber nicht nachzudenken. Aber es fühlt sich nicht gut an. Wie ein Farbfilm, der plötzlich nur mehr in Schwarz-Weiß läuft. Ein Zurücksinken in eine Zeit ohne Fülle. In eine Zeit, in der die Hoffnung in der Zukunft lag. In der ich mir genau das imaginierte und wünschte, was jetzt in der Vergangenheit liegt. Es ist vor allem auch der Wegfall dieses Hoffnungsmotors in mir, der schmerzt. Wie eine Kurve, die irgendwann einen Scheitelpunkt erreicht hat und dann rapide abfällt ohne die Hoffnung auf einen neuen Aufschwung.

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2 Antworten zu Traurigkeit

  1. Mila schreibt:

    wow deine Wortwahl ist herrlich. Ich kann nur sagen, dass ich oft genauso empfinde.

    Gefällt 1 Person

  2. purpurtraum schreibt:

    Danke. Das ist lieb von dir.

    Gefällt mir

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