Geglückte Kommunikation

Die Woche war nicht ganz so einfach. Tage voll Müdigkeit und Erschöpfung, die Beklemmung entstehen lassen. Dann besser nicht denken. Sondern hoffen und vertrauen auf bessere Stunden.

Zum Wochenausklang aber wieder viel besser: Gestern nach der Arbeit noch Laufen mit einem guten Freund. Eine wundervolle Kombination ist es Sport zu treiben und sich dabei gut zu unterhalten. Sich auszutauschen. Die Woche Revue passieren lassen. Meinungen abklären. Lachen. Gestern fand ich mich sogar in der Rolle des Medien-Beraters. Denn mein Freund hat aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit eine Rolle inne, die im Augenblick medial sehr gefragt ist. So findet er sich oft in lokalen Radio- oder Fernseh-Talkrunden wieder. Ich sehe sie mir aber meistens nicht an, weil ich meist zu sehr mitfiebere und ich immer hoffe, dass er sich gut verkauft, und er medial auch so intelligent und charmant rüberkommt wie ich ihn persönlich kenne. Dabei bin ich oftmals ganz anderer Meinung als er. Das ist sowieso das wunderbarste an unserer Freundschaft. Bei aller Verschiedenheit können wir frei unsere Meinung äußern, ohne den anderen dadurch zu verletzen. Das trainiert uns auch gegenseitig darin ‚sauber‘ zu argumentieren. Und wenn wir an den Punkt kommen, an dem wir uns nicht mehr folgen können, auf den Grund des Arguments angelangt sind, dann lachen wir gemeinsam und lassen es so stehen und lassen es gelten… Ich glaube das funktioniert, weil wir beide die Menschlichkeit des anderen nicht anzweifeln. Wenn man sich nicht so gut kennt, dann vermutet man hinter jedem Argument, das einem nicht passt, einen Abgrund an Fremdheit und Gemeinheit, das einen dann verstört zurücklässt. Dann setzt die Dämonisierung des Andersdenkenden ein, und das wird der Realität nie gerecht.

Ich habe mit T.C. Boyles „Worlds end“ begonnen. Zu Beginn noch mühsam, aber bei T.C. Boyle bin ich mir sicher, dass sich schon bald dieser Zug in der Handlung einstellen wird, bei dem es dann schwer wird, das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Las die erste Kurzgeschichte von Wolfgang Herrndorfs „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“. Sie heißt „Der Weg des Soldaten“, und wie so oft bei Herrndorf kurzweilig und spannend erzählt, und am Ende weiß man nicht so recht, ob man amüsiert oder irritiert sein soll.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Literatur abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s