Ohne dich

Einst war ich glücklich. Mein Leben aufgeräumt. Du an meiner Seite. Die Gewissheit des Herzens machte die Welt mir angenehm. Ich darin und du. Du gabst mir Halt und Sicherheit und Ruhe.

Dann entferntest du dich. Andere Menschen, andere Herzlichkeiten. Jetzt spüre ich nur mehr noch deinen kalten Atem. Meine Zuneigung ist dir lästig geworden. Und ich weiß nicht wie ich damit leben kann. Ohne dich.

Es schmerzt so sehr, dass ich es irgendwo schreiben muss, weil es mich sonst zerfrisst. Bin wie gelähmt. Unfähig mich abzulenken. Die Gedanken auf anderes zu richten, dem Leiden irgendwie auszuweichen. Es ist jetzt da. Schon lange wusste ich, dass der Moment kommen würde, aber das Herz ist so dankbar für Hoffnung. Sie hielt mich immer aufrecht. Nun ist sie dahin und ich rutsche ab, rutsche weg und weiß nicht wie ich weiter leben kann. Ohne diese süße Hoffnung. Ohne dieses Glück. Ohne dich.

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2 Antworten zu Ohne dich

  1. simawi70 schreibt:

    Hallo Purpurtraum,
    ich persönlich habe Schreiben als wunderbares Ventil kennengelernt, um Probleme zu bewältigen. Bleib bitte dran!
    Obwohl ich augenblicklich nicht so in einer Situation stecke, wie Du sie gerade durchlebst, so kann ich doch sehr gut mitempfinden und nachfühlen.
    Allein der Gedanke, ohne meinen Mann leben zu müssen, würde bei mir genauso ein Gefühlschaos bewirken, wie Du es gerade erfahren mußt.
    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für Dein Leben und außerdem herzlichen Dank, dass Du meinem Blog folgst.
    Liebe Grüße aus Bayern
    -Sibylle-

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  2. purpurtraum schreibt:

    Ich danke dir sehr herzlich für deinen lieben Kommentar!!
    Ja, Schreiben kann in der Tat ein Ventil sein. Ich bin so froh, wenn wenigstens das geht. Nicht mehr Ausdrücken können, was und wie man empfindet ist noch schmerzvoller… Und es ging mir nach dem Niederschreiben heute Nacht dann auch tatsächlich besser. Die Last in die Buchstaben gebannt, vorübergehend… :o)
    Freue mich auf deine weiteren Erfahrungsberichte in deinem Blog. Lieben Gruß!

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