Abschiednehmen von deiner Liebe

Du sagst ich solle etwas tun gegen meine Depressionen. Und weißt doch genau, dass es deine Erkaltung war, die mich krank gemacht hat. Wenn ich versuche mich dir verständlich zu machen stößt mir nur noch mehr Unverständnis entgegen. Du weißt wie sehr ich deine wärmenden Worte brauche und doch stößt du mich von dir. Ja, machst mir den Vorwurf dich herzlos behandelt zu haben. Du willst mich als Freund, doch als dein Freund verdorre ich. Deine Kälte nimmt mir die Luft zum Atmen. Und immer weiter würde ich warten und hoffen und bitten von dir in die Arme genommen zu werden, und niemals wieder wird es sich erfüllen.

Wahrscheinlich hältst du meine Abschiedsworte für theatralisch und emotional erpresserisch und manipulativ… Aber da irrst du dich… ich kann nur einfach nicht mehr… ich bin am Ende… Es tut mir leid, wenn du dich auf mich und meine Freundschaft verlassen hast… Diese Sicherheit habe ich dir offensichtlich zerstört und es fällt dir jetzt schwer überhaupt noch Vertrauen zu mir zu fassen…

Dich beschäftigen andere Dinge, Dinge über die du mit mir nicht sprechen willst und kannst… das ist ok… so läuft das Leben nun mal… ich kenne mein Schicksal, und das passt da genau rein, das war immer schon so und wird immer so bleiben… Du kannst dich in mich nicht mehr einfühlen, ich bin dir einfach nur mehr lästig… eine Gewohnheit, die nicht mehr so richtig in die Zeit passt und sich überlebt hat.

Das Alleinsein war mir in den letzten Jahren durch dich erträglich. Ja oft spürte ich die Einsamkeit nicht einmal, weil ich dich in meinen Gedanken wusste… Ich bin dem schon zu lange ausgewichen. Es stimmt, dass wir viele Gespräche an einem gewissen Punkt abgebrochen haben, bestimmte Fäden nicht wieder aufgenommen haben… mal war ich es, mal warst du es… und meistens war es uns wohl klar, dass ein Ausdiskutieren uns zu einem Punkt geführt hätte, an dem wir den anderen (noch mehr) als fremd empfunden hätten…

Ich hätte mir wenigstens gewünscht, du hättest es nachempfinden können, was mich zu diesem Schritt bewogen hat… Dass du verstehen kannst, was ich empfinde, und in welcher Situation ich bin… und es nicht einfach als einen lästigen Faktor, der dir Stress verursacht abtust…

Gestehen wir es uns einfach ein, dass es vorbei ist… ich tue das auch für dich… Du hast noch die Chance ein anderes Glück zu finden… für mich ist das vorbei und ich will nicht, dass du mich begleitest in meinem langsamen Versickern… früher oder später musste es so kommen…

Es war schön, dass du mir lange Zeit die Ruhe und Zuversicht gegeben hast, dass da jemand ist, der einen mag und schätzt und lieb hat… Du kannst mir das nicht mehr geben… Du lebst in anderen Zusammenhängen… die Vergangenheit ist verblasst und lässt sich nicht für immer bewahren… ich sehe das ein… ich möchte nur gerne, dass wir uns nichts nachtragen… ich möchte, dass du an mich denkst und wenn du an mich denkst, dass ich dir als anständiger Mensch in Erinnerung bleibe…. und vielleicht irgendwann können wir über meine jetzigen Worte lachen und sie für überspannt halten oder depressives Geschwätz… was auch immer… nur jetzt schafft es mein Herz nicht mehr dich nahe zu wissen…. jetzt bin ich zu schwach als dass ich deine Un-liebe weiter ertragen könnte… lass mich gehen…

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