Glücksstreben

Der Mensch will glücklich sein. Dahin geht sein ganzes Streben. Ist er nicht glücklich, so überfällt ihn Unruhe. Er möchte raus aus diesem Zustand, und kann er der Situation, die ihn scheinbar in diesem Unglücklichsein belässt, nicht entkommen, so wird aus der Unruhe ein schmerzvolles Unglücklichsein. Das Unglücklichsein ist Resultat einer gefühlten Machtlosigkeit. Handlungsmöglichkeiten sind eingeschränkt bzw. ganz verunmöglicht. Der Weg zu einem gewollten Glück versperrt. Die Pfade zu Fröhlichkeit und Zufriedenheit wie abgeschnitten.

Über das Glück schreibt Sigmund Freud in „Das Unbehagen in der Kultur“ lapidar: „… die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.“ Als ließe sich der Anspruch, den der Mensch an seine Existenz hat, durch den Blick auf die Kürze seiner Existenz, kleinreden. Im Gegenteil, gerade wegen der Einmaligkeit, wegen der Unwiederbringlichkeit der Augenblicke, verlangen wir danach, das Leben mit Wert zu füllen. Glück ist demnach nicht Selbstzweck, sondern ist Indikator für Werthaltigkeit.

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