Komm du nun, sanfter Schlummer

Das größte Ärgernis des Tages ist das Einschlafenmüssen: Bewusstseinsschlacken, die sich nur widerwillig im grauen Tümpel der Trostlosigkeit ertränken lassen… wie junge Hunde tanzen sie vor einem herum, springen auf und ab, mit dem Stöckchen im Mund, wollen, dass man mit ihnen spielt… und ich spiele…. Ich spiele mit ihnen bis zur Erschöpfung, weil mir die Alternative noch viel furchtbarer erscheint: Loslassen und fallen… dabei schlafe ich wohlgemerkt sehr gerne… aber dieser Schwellenzustand, ich ertrage ihn nicht… in dem die Müdigkeit einen noch nicht bezwungen hat… dieses peinvolle Warten auf das Hinübergleitende… dass es sich einstellt, das Eingesogenwerden in die Dunkelheit… ein Verschlungenwerden in Ohnmacht und Einsamkeit… die Vorstufe einer Panik, der ich mich nicht aussetzen will… das Licht bleibt an… und der morgige Tag, so unerreichbar fern… liegt jenseits des Königreichs der Entgrenzung, zu dem mir der Zugang verwehrt ist…

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