Ideologie ist der Tümpel des Denkens

Meinungen haben… warum nur muss die Welt ständig auch noch in mir gebrochen und gespiegelt werden… als ob es nicht schon genug andere täten… wenn es mir nur vergönnt wäre, in meinem Geiste Stille walten zu lassen… Denken schmerzt… Immerfort die Diskrepanz zwischen dem Ideal und der Wirklichkeit… Eigentlich will man doch, wenn man ehrlich zu sich ist, dass die ganze Menschheit so denkt und handelt wie man selbst… alle Konflikte, alle Kriege wären sofort beendet… alle würden sich in Frieden ihres Lebens freuen… Nichts als eine Vorstellung meines Gehirns… Ich erinnere mich einer begeisterten jungen Katholikin, die (in der Meinung alle in der Runde würden ihr Recht geben), vor sich hinseufzte: ‚Ach, wären doch alle Menschen katholisch‘. Ich strafte sie nur mit dem verächtlichsten Blick, den ich aufzubieten vermochte… Aber genau hier besteht das Problem: sobald wir unsere Vorstellungen vom Sein auf andere übertragen wollen, vergewaltigen wir die Wirklichkeit, erdrosseln wir das Dynamische, nehmen wir anderen den Sauerstoff.

Denken, dass ideologisch wird, ist wie ein gekipptes Gewässer, ohne Sauerstoff, ohne Leben.

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